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Meine Lebensreise begann im Nirgendwo. 

Ich wurde am Ende eines Feldweges geboren, der damals keinen Namen und keine Nummer hatte. 

In einem versteckt im Wald liegenden, ehemaligen Weltkriegslazarett. Eine Ansammlung von Holzbaracken auf sandigem Heidegrund zwischen Aschendorf und Bockhorst. 

Daher steht in meinen Ausweisen als Geburtsort nur die Flurbezeichnung. Geboren „Am Strang“. Heute sind die Baracken abgerissen, der Wald gelichtet und ein Vogelpark ist in der Nähe errichtet worden. 



Meine Lebensreise begann also im Nirgendwo. Aber ich lernte im Laufe dieser Reise, dass man von Nirgendwo nach Überall gehen kann.


Zwei Portraits von Karrenbrock in einem Bild: links das Gesicht von 2013 und rechts das Bild von 1987


Aufgewachsen bin ich in Bad Laer am Teutoburger Wald, Landkreis Osnabrück, Niedersachsen (Deutschland)

Schule: Gymnasium Bad Iburg

Bücher: Abschied für immer (Ueberreuter) + Was ist katholisch (Kösel)

Kinder: Ich habe zwei Töchter im Bundesland Hessen und zwei Söhne in der Region Toskana. 

Mein Motto „Geh, wohin dein Herz dich trägt“ - Dies führte mich schließlich nach Österreich. 




Für die einen bin ich der Sprecher. Für die anderen der Autor oder der Fotograf, der Vorleser, der Schauspieler, der Weihnachtsmann, der Dozent, der Moderator oder einfach der Käptn Iglo.

Gehen wir Schritt für Schritt zurück in die Vergangenheit.

Karrenbrock winkt als Weihnachtsmann verkleidet


Um so alt auszusehen, wie auf dem Bild rechts aus dem Dezember 2016, war eine schöne, umständliche und nicht selten nebulöse Lebensfahrt notwendig.

Aber ja: die Fahrt hat ihre Spuren hinterlassen. Ich bin gezeichnet von einem Leben voller Lachen. Immerhin.




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Karrenbrock als Programmansager in den allerersten Stunden von SAT.1 im Schlachthof in Mannheim

Am meisten gelacht haben wir alle über meinen Ausflug ins Fernsehen. 


Die ersten Jahre von SAT.1 durfte ich vor der Kamera stehen. Jürgen Doetz und Irene Joest allein wissen, welchen unglaublichen Unfug ich da getrieben habe!

Weshalb mich das Management irgendwann zum "Sprecher aus dem Hintergrund" beförderte. Was ich zwölf Jahre lang als SAT.1-StationVoice auch war.



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Karrenbrock als Moderator und Sprecher bei Radio RTL bei der IPA in Frankfurt am Main


Einige Zeit war ich auch beim ZDF und beim nagelneuen „Studentenfernsehen“ 3sat. Eine tolle Zeit, wo es keine „Vereinzelungsschleusen“ am Eingang gab und man im Aufzug mit Peter Maffay und Tony Marschall eisig schweigen konnte.

Bei ipa-RTL in Frankfurt am Main begann ich als Werbesprecher (erster Spot war ein Pudding von Danone). Zusammen mit all den vielen, netten Frankfurter SchauspielerInnen und SprecherInnen, die mich darüber hinweg trösteten, dass es mit meiner Bühnenkarriere nicht geklappt hatte.


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Karrenbrock als junger Schauspieler 1987


Und genau diese Bühnenkarriere hatte ich angepeilt, um meinen großen Vorbildern Kulenkampff und Frankenfeld nacheifern zu können, die ja beide nach einer grundsoliden Ausbildung ins komödiantische Fach gewechselt waren.


Der hier (links) so entschlossen dreinblickende Jungschauspieler konnte allerdings auf keiner Bühne landen; es gab einfach zu viele Bewerber selbst für die allerkleinsten Rollen. So hatte ich mir meinen Start nicht vorgestellt.


Doch woher kam dieser Berufswunsch eigentlich?

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Karrenbrock sehr jung lehnt an einem alten Baum. Der dunkle Anzug scheint ihm reichlich zu groß.


Natürlich gab es schon vorher "Anzeichen": 

• Meine Freude, mich zu verkleiden und in fremde Rollen zu schlüpfen. 


• Meine legendären Lehrer-Parodien am Gymnasium Iburg.


• Selbstaufgenommene Krimihörspiele auf dem brandneuen Kassettenrecorder.


• Meine Mitgliedschaft in der Theater AG und der Film AG an der Schule. 


• Der erste Schwarzsender im Teutoburger Wald: Radio Bad Laer, das ich irgendwann mit 17 begann und dessen Programm wöchentlich ausgestrahlt wurde. Wie hier am 14. Juli 1980:


Radio Bad Laer 1980 (Archiv: Ludger Middelberg)


Das waren deutliche Hinweise auf meinen späteren Weg.


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Erster Schultag Karrenbrock. Er trägt eine Schultüte und weisse Kniestümpfe in Sandalen. Ja, so war das 1968 in Deutschland. Heute tragen das Deutsche nur noch im Urlaub.


Aber was weiß man schon selbst vom eigenen Lebensweg und wohin er einen führen wird? Vor allem, wenn man die ersten mutigen Schritte mit weißen Kniestrümpfen in deutschen Sandalen geht?


Denn schließlich begann meine Lebensreise im Nirgendwo. Am Ende eines Feldweges, der keinen Namen hatte.  Aber ich lernte im Laufe dieser Reise, dass man von Nirgendwo nach Überall gehen kann.


Wer hätte ahnen können, was mir alles widerfahren würde? Niemand. 

Am wenigsten ich selbst.























HansKarrenbrockName
Karrenbrock in einem englischen Tweedanzug von Mears Bespoken mit einer Ceppo Pfeife
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